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Mobilisieren und Stabilisieren Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlung, bei der Funktionsstörungen von Muskeln, Nerven und Gelenken untersucht und gezielt behandelt werden. Die Basis bilden spezielle Handgriffe und Mobilisationstechniken. Mit deren Hilfe werden Bewegungseinschränkungen und Verspannungen gelöst werden, beispielsweise um Schmerzen zu lindern.

Im ersten Schritt wird die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegung des Patienten untersucht, um einen individuellen Therapieplan für die in der Regel sechs bis zehn Termine zu erstellen. Die Manuelle Therapie bedient sich sowohl passiver Behandlungstechniken als auch aktiver Übungen. Bei den passiven Behandlungstechniken werden blockierte oder eingeschränkte Gelenke unter sanfter manueller Hilfe mobilisiert. Aktive Übungen setzen hingegen individuelle Trainingsreize, um die entsprechenden Gelenke zu stabilisieren oder durch Dehnung der Muskulatur und Bänder die Beweglichkeit zu steigern. Vorrangiges Ziel der Manuellen Therapie ist die Wiederherstellung des Zusammenspiels zwischen Gelenk, Muskulatur sowie der dazugehörigen nervalen Strukturen.

Nur Physiotherapeuten*innen mit entsprechender Zusatzqualifikation dürfen die verordnungspflichtige Manuelle Therapie durchführen. Die Ausbildung zum Manualtherapeuten*in umfasst eine mindestens 260-stündige Fortbildung, die in den meisten zugelassenen Fortbildungseinrichtungen jedoch weit über diese Mindeststundenzahl hinausgeht. In der Regel umfasst diese etwa 400 Stunden mit einer zusätzlichen Abschlussprüfung.

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Schmerzen durch gute Muskulatur beseitigen Gerätegestützte Krankengymnastik

Krankengymnastik am Gerät ist ein wichtiges Element in der Rehabilitation nach Operationen, Knochenbrüchen oder Gelenkverletzungen. Zudem wird sie präventiv zur Vermeidung von Verschleiß- und Rückenerkrankungen eingesetzt.
Ziele dieser Therapieform sind die Steigerung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination sowie die Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen für eine Verbesserung der Muskelstrukturen.
Durch individuell abgestimmte Übungen am Gerät wird Muskulatur aufgebaut, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, Regeneration zu fördern, Muskelfunktionen zu verbessern und Stützgewebe (Faszien) zu stärken oder zu dehnen. Nahezu jeder kann von der Flexibilität und Vielfalt der verschiedenen Trainingsgeräte profitieren: In jedem Alter, ob Leistungssportler oder „Sportanfänger“, mit akuter Verletzung oder chronischem Leiden. Zudem gilt die Krankengymnastik am Gerät als empfohlene und effektive Ergänzung zu anderen Therapien wie der Krankengymnastik oder manuellen Therapie.

Empfohlen wird die gerätegestützte Krankengymnastik bei:

  •  Kraftdefiziten
  • Gleichgewichtsproblemen
  • Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Sportverletzungen
  • Haltungs- und Rückenproblemen
  • Neurologischen Problemen
  • Bandscheibenvorfall

Die Verordnung kann von Orthopäden oder Hausärzten verschrieben werden.

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Was hat der Kiefer mit Schulter- und Nackenschmerzen zu tun? Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Nackenverspannungen, Tinnitus, Ohr-Geräusche, Schwindel, Spannungskopfschmerzen oder Rückenschmerzen haben sehr oft einen direkten Zusammenhang mit dem Kiefergelenk, denn Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion können diese und weitere Symptome auslösen.

Eine Neigung dazu haben Personen, die häufig mit den Zähnen knirschen, Kiefer- oder Gesichtsschmerzen haben oder auch ein „Knacken“ beim Kauen oder Zubeißen hören. Oftmals resultieren diese Beschwerden aus Fehlstellungen der Halswirbelsäule, die ihren Ursprung im Rücken, Becken oder in den Beinen haben können. Eine falsche Sitzhaltung, Stress, PC-Arbeit, frühere Schleudertraumen oder/und Fehlstellungen des Kauapparates können darüber hinaus eine Rolle spielen.

Ein Zahnarzt kann die Ursachendiagnostik einleiten und entsprechende Schritte veranlassen. Grundsätzlich sollte man allerdings mit unterschiedlichen Ansätzen und Methoden verschiedener Fachrichtungen arbeiten, um den bestmöglichen Erfolg zu sichern. Das können Orthopäden, Physiotherapeuten, Chirurgen oder auch HNO-Ärzte sein. Die Spezialisierung auf die Behandlungsmethodik aus dem Bereich der Physiotherapie und die
Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt versprechen erfahrungs-
gemäß ein gutes Ergebnis.

Kennen Sie einige der genannten Symptome? Dann sprechen Sie beispielsweise Ihren Zahnarzt auf die Problematik an und vereinbaren Sie gerne einen Termin im PhysioVitamed. Bei uns sind Sie in guten Händen!

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Wenn das Hirn neu lernt Bobath für Erwachsene und Kinder

Das Bobath-Konzept ist ein spezieller Ansatz in der Befundaufnahme und in Behandlungen von Erwachsenen mit neurologischen Erkrankungen. Das Konzept beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ (Plastizität) des Gehirns. Dies bedeutet, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können.

Bobath bei Schlaganfall und neurologischen Erkrankungen

Was sind die Ziele der Therapie?

  • Veränderung des pathologischen Tonus
  • Aktivieren ruhender Muskelgruppen und Reflexe
  • Stärkung schwacher Muskulatur
  • Verbesserung der Haltung und Bewegungen
  • Steigerung der Aktivität und Unabhängigkeit des Patienten
  • Entwicklung der Sensibilität und besseren Wahrnehmung des Körpers im Alltag

Für welche Erkrankungen eignet sich eine Behandlung nach dem Bobath-Konzept?

  • Cerebralparese (Bewegungsstörung aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung)
  • Bewegungsstörungen durch Schlaganfall, Parkinson, MS etc.
  • zentrale Lähmung
  • Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen
  • Verletzung der eigenen Körperwahrnehmung
  • verzögerte psychomotorische Entwicklung

Als Hauptziel versucht das Konzept, die alltäglichen Situationen für den Betroffenen zu erleichtern beziehungsweise zu verbessern. Die Bobath-Therapie bedeutet also eine Hilfe zur Selbsthilfe, um somit die erlernten Bewegungen wieder in den Tagesablauf zu integrieren.

Bobath für Kinder

Bei Kindern wird das Bobath-Konzept häufig bei Entwicklungsverzögerungen angewandt. Durch die altersgerechte Motivation während der Therapie soll das motorische Lernen über Bewegungsreize angeregt werden, sodass Kindern mit Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsstörungen zu einer optimalen Entwicklung verholfen werden kann.

Was sind die Ziele der Therapie?

  • Verbesserung der Koordination
  • Verbesserung der Wahrnehmung
  • Veränderung des pathologischen Tonus
  • Verbesserung der Kraft

Für welche Erkrankungen eignet sich eine Behandlung nach Bobath für Kinder ?

  • Verzögerung von motorischer oder sensorischer Entwicklung
  • Zerebralparese (Bewegungsstörung aufgrund von frühkindlichen Hirnschäden)
  • Querschnittslähmung

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Viele Möglichkeiten und ein Ziel Wasserbewegungstherapie

Krankengymnastik, Rehasport oder Aqua-Fitness: die Therapie-Möglichkeiten im (Sole)Wasser können auf vielfältige Weise und in jedem Alter eingesetzt werden und bieten viele Vorteile!

  • Gut für die Gelenke: Durch die annähernde Schwerelosigkeit im Wasser werden Gelenke, Bandscheiben und Bänder entlastet. Gezielte Übungen bedeuten mehr Mobilität, eine bessere Versorgung (Trophik) mit Nährstoffen und Stabilität.
  • Fat-Burner: Die Wassertherapie steigert den Stoffwechsel immens und unterstützt somit den Kalorienverbrauch während des Trainings, denn durch den Wasserwiderstand werden sämtliche Muskelgruppen aktiviert.
  • Massage: Durch den Wasserdruck wird das Gewebe während der Übungen stetig massiert. Die verbesserte Durchblutung setzt die Lymphaktivität in Gang und schwemmt somit unnötige Gewebsflüssigkeit aus dem Körper.
  • Muskeltraining: Hanteln, Noodles und andere Geräte für die Wassertherapie trainieren nicht nur die Koordination, sie erhöhen auch die Anforderungen an die Muskulatur.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird in Schwung gebracht und die Ausdauer verbessert. Die Atemmuskulatur wird angeregt und verhilft zu einer vertieften Ein- und Ausatmung.
  • Der Spaß spielt beim Aqua-Fitness eine nicht unwesentliche Rolle, denn die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Die Aqua-Fitness-Präventionskurse der Spessart Therme sind zertifiziert und werden daher von den Krankenkassen gefördert. Die Bewegungstherapie im Wasser ist eine verordnungsfähige Leistung der Krankenkassen und kann im Rahmen von Rehasport und Funktionstraining oder einem Rezept vom Arzt verordnet werden. In unseren Becken sind unterschiedliche Sole-Konzentrationen enthalten, diese fördern zusätzlich den Gesundungsprozess! Regelmäßige Bewegungsübungen und Schwimmen in der warmen Natursole beugen Bandscheibenschäden und Gelenkverschleiß vor und besitzen einen hohen therapeutischen Wert.

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Unerlässlich bei Ödemen und Einlagerungen Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine manuelle Entstauungstherapie und wird vorwiegend bei Stauungen der Gewebsflüssigkeit (Lymphödem) eingesetzt. Um sogenannte Lymph-Lip- oder Phlebödeme zu behandeln, wird auch die „Komplexe Physikalische Entstauungstherapie“ (KPE) eingesetzt. Zusätzlich zur Lymphdrainage werden hierbei unter Kompression mittels Verbänden entsprechende Bewegungsübungen durchgeführt. Ergänzt wird die Behandlung durch eine spezielle Hautpflege.
Primäre Lymphödeme beruhen auf einem angeborenen Defekt des Lymphsystems. Sekundäre Lymphödeme sind Folgeerkrankungen („sekundär“ aus dem Lateinischen von Zweit-), deren Ursachen sich aus einer anderen Erkrankung oder beispielsweise nach einer Operation oder einer Krebstherapie ergeben.
Erst nach einer vierwöchigen Fortbildung besitzt der Therapeut die notwendige Technik, um mit speziellen Griffen die Lymphgefäße zu stimulieren und die „lymphpflichtige Last“ im Gewebe abzutransportieren. Dabei arbeitet er immer Richtung Schlüsselpositionen wie Achseln und Leiste, denn hier sitzen die meisten Lymphknoten, die besonders angeregt werden sollen.

Wann führt man eine Lymphdrainage durch?

  • Chronische Lymphödeme
  • Chronisch venöse Insuffizienz (Krampfadern)
  • Phlebo-Lymphödem kombiniert mit Wasseransammlungen
  • Lip-Lymphödem kombiniert mit Fettansammlungen
  • Schwellungen nach Operationen
  • Morbus Sudeck
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Schlaganfall mit Halbseitenlähmung/-schwellung
  • Kopfschmerzen

Wann ist eine Lymphdrainage nicht ratsam?

  • Bei starker Herzschwäche Grad 3 und 4
  • Hautveränderungen, wie beispielsweise Wundrose (Erysipel)
  • Akute Entzündungen
  • Akuter tiefer Beinvenenthrombose

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