PhysioVitamed | Die Serie

Schmerzfrei dank Flossing

Beim Flossing kommt ein elastisches Zugband zum Einsatz, um die Beweglichkeit von Gelenken zu verbessern und eine schmerzlindernde Wirkung zu erzielen. Durch eine kurzzeitige enge Wicklung an einem bestimmten Bereich des Körpers, beispielsweise Knie, kommt es unterhalb des Bandes zu einem „Schwammeffekt“. Ödematöse Flüssigkeit wird abtransportiert, einschießende nährstoffreiche Flüssigkeit versorgt den Bereich wesentlich besser und fördert zusätzlich die Heilung des Gelenks oder Gewebes. Die Behandlungsmethode kann im präventiven, rehabilitativen sowie im regenerativen Kontext angewandt werden. Die Schmerzwahrnehmung wird durch den Druck auf das Gelenk überlagert, die Weiterleitung zum Gehirn gehemmt: Schmerzreduktion!
Durch einfache Übungen werden Faszien und Bindegewebe durch das Band gegeneinander gelöst und Verklebungen aufgebrochen.

Somit hat das Flossing viele positive Aspekte innerhalb der Behandlung:

  • Verbesserte Gelenkbeweglichkeit und Schmerzreduktion
  • Verkürzte Regenerationszeit
  • Lösen von Verklebungen
  • Verbesserte Durchblutung, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung
  • Verbesserte Koordinationsfähigkeit
  • Verbesserte Elastizität im Fasziengewebe

Flossing ist eine sofort spürbare Methode innerhalb der Physiotherapie, um Schmerzpatienten und bewegungseingeschränkte Personen zu behandeln. Kombiniert mit Muskelaufbautraining kann diese Anwendung eine Regeneration in Gang setzen.

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Gerätegestützte Krankengymnastik

Krankengymnastik am Gerät ist ein wichtiges Element in der Rehabilitation nach Operationen, Knochenbrüchen oder Gelenk-verletzungen. Zudem wird sie präventiv zur Vermeidung von Verschleiß- und Rückenerkrankungen eingesetzt.
Ziele dieser Therapieform sind die Steigerung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination sowie die Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen für eine Verbesserung der Muskelstrukturen.
Durch individuell abgestimmte Übungen am Gerät wird Muskulatur aufgebaut, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, Regeneration zu fördern, Muskelfunktionen zu verbessern und Stützgewebe (Faszien) zu stärken oder zu dehnen. Nahezu jeder kann von der Flexibilität und Vielfalt der verschie-denen Trainingsgeräte profitieren: In jedem Alter, ob Leistungssportler oder „Sportanfänger“, mit akuter Verletzung oder chronischem Leiden. Zudem gilt die Krankengymnastik am Gerät als empfohlene und effektive Ergänzung zu anderen Therapien, wie der Kranken-gymnastik oder manuellen Therapie.

Empfohlen wird die gerätegestützte Krankengymnastik bei:

  •     Kraftdefiziten
  •     Gleichgewichtsproblemen
  •     Beschwerden am Bewegungsapparat
  •     Sportverletzungen
  •     Haltungs- und Rückenproblemen
  •     Neurologischen Problemen
  •     Bandscheibenvorfall


Die Verordnung kann von Orthopäden oder Hausärzten verschrieben werden.

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Manuelle Therapie – Mobilisieren und Stabilisieren

Die Manuelle Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlung, bei der Funktionsstörungen von Muskeln, Nerven und Gelenken untersucht und gezielt behandelt werden. Die Basis bilden spezielle Handgriffe und Mobilisationstechniken. Mit deren Hilfe werden Bewegungseinschränkungen und Verspannungen gelöst werden, beispielsweise um Schmerzen zu lindern.

Im ersten Schritt wird die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegung des Patienten untersucht, um einen individuellen Therapieplan für die in der Regel sechs bis zehn Termine zu erstellen. Die Manuelle Therapie bedient sich sowohl passiver Behandlungstechniken als auch aktiver Übungen. Bei den passiven Behandlungstechniken werden blockierte oder eingeschränkte Gelenke unter sanfter manueller Hilfe mobilisiert. Aktive Übungen setzen hingegen individuelle Trainings-reize, um die entsprechenden Gelenke zu stabilisieren oder durch Dehnung der Muskulatur und Bänder die Beweglichkeit zu steigern. Vorrangiges Ziel der Manuellen Therapie ist die Wiederherstellung des Zusammenspiels zwischen Gelenk, Muskulatur sowie der dazugehörigen nervalen Strukturen.

Nur Physiotherapeuten*innen mit entsprechender Zusatzqualifikation dürfen die verordnungspflichtige Manuelle Therapie durchführen. Die Ausbildung zum Manualtherapeuten*in umfasst eine mindestens 260-stündige Fortbildung, die in den meisten zugelassenen Fortbildungseinrichtungen jedoch weit über diese Mindeststundenzahl hinausgeht. In der Regel umfasst diese etwa 400 Stunden mit einer zusätzlichen Abschlussprüfung.

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CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Was hat der Kiefer mit Schulter- und Nackenschmerzen zu tun?

Nackenverspannungen, Tinnitus, Ohr-Geräusche, Schwindel, Spannungskopfschmerzen oder Rückenschmerzen haben sehr oft einen direkten Zusammenhang mit dem Kiefergelenk, denn Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion können diese  und weitere Symptome auslösen.

Eine Neigung dazu haben Personen, die häufig mit den Zähnen knirschen, Kiefer- oder Gesichtsschmerzen haben oder auch ein „Knacken“ beim Kauen oder Zubeißen hören. Oftmals resultieren diese Beschwerden aus Fehlstellungen der Halswirbelsäule, die ihren Ursprung im Rücken, Becken oder in den Beinen haben können. Eine falsche Sitzhaltung, Stress, PC-Arbeit, frühere Schleudertraumen oder/und Fehlstellungen des Kauapparates können darüberhinaus eine Rolle spielen.

Ein Zahnarzt kann die Ursachendiagnostik einleiten und entsprechende Schritte veranlassen. Grundsätzlich sollte man allerdings mit unterschiedlichen Ansätzen und Methoden verschiedener Fachrichtungen arbeiten, um den bestmöglichen Erfolg zu sichern. Das können Orthopäden, Physiotherapeuten, Chirurgen oder auch HNO-Ärzte sein. Die Spezialisierung auf die Behandlungsmethodik aus dem Bereich der Physiotherapie und die
Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt versprechen erfahrungs-
gemäß ein gutes Ergebnis.

Kennen Sie einige der genannten Symptome? Dann sprechen Sie beispielsweise Ihren Zahnarzt auf die Problematik an und vereinbaren Sie gerne einen Termin im PhysioVitamed. Bei uns sind Sie in guten Händen!

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Bobath für Kinder

Das Bobath-Konzept ist ein spezielles Therapiekonzept in der Physiotherapie. Ziel ist, abnormale Bewegungsmuster zu hemmen und die Beweglichkeit des Patienten wiederherzustellen.  Bei Kindern wird das Bobath-Konzept häufig bei Entwicklungsverzögerungen angewandt. Durch die altersgerechte Motivation während der Therapie soll das motorische Lernen über Bewegungsreize angeregt werden, sodass Kindern mit Bewegungs-, Koordinations- und Wahrnehmungsstörungen zu einer optimalen Entwicklung verholfen werden kann. Das Konzept beruht darauf, dass das Gehirn lebenslang lernfähig bleibt und in der Lage ist, geschädigte Bereiche zu ersetzen und/oder zu reparieren.

Die Therapeutin erarbeitet – je nach Alter – mit dem Kind gezielt Bewegungen und Funktionen, um bestmögliche physiologische oder effiziente Bewegungsabläufe zu erreichen. Sie wirkt dabei unterstützend, allerdings stets in möglichst geringem Umfang, um das Kind zu fordern und zu fördern – aber nicht zu überfordern. In der Behandlung wird außer einer Schulung der Kraft, Bewegung und Koordination auch die Wahrnehmung in allen Bereichen gefördert. Darüber hinaus wird ein spezielles Übungsprogramm für zu Hause erarbeitet, das von den Kindern selbstständig oder mit Unterstützung von Angehörigen ausgeführt werden soll.

Was sind die Ziele der Therapie?

  •     Verbesserung der Koordination
  •     Verbesserung der Wahrnehmung
  •     Veränderung des pathologischen Tonus
  •     Verbesserung der Kraft


Für welche Erkrankungen eignet sich eine Behandlung nach Bobath für Kinder ?

  •     Verzögerung von motorischer oder
  •     sensorischer Entwicklung
  •     Zerebralparese (Bewegungsstörung aufgrund von
  •     frühkindlichen Hirnschäden)
  •     Querschnittslähmung

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Bobath – bei Schlaganfall und neurologischen Erkrankungen

Das Bobath-Konzept ist ein spezieller Ansatz in der Befundaufnahme und in Behandlungen von Erwachsenen mit neurologischen Erkrankungen. Das Konzept beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ (Plastizität) des Gehirns. Dies bedeutet, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können.

Was sind die Ziele der Therapie?

  •     Veränderung des pathologischen Tonus
  •     Aktivieren ruhender Muskelgruppen und Reflexe
  •     Stärkung schwacher Muskulatur
  •     Verbesserung der Haltung und Bewegungen
  •     Steigerung der Aktivität und Unabhängigkeit des Patienten
  •     Entwicklung der Sensibilität und besseren Wahrnehmung
  •     des Körpers im Alltag

 
Für welche Erkrankungen eignet sich eine Behandlung nach dem Bobath-Konzept?

  •     Cerebralparese (Bewegungsstörung aufgrund einer
  •     frühkindlichen Hirnschädigung)
  •     Bewegungsstörungen durch Schlaganfall, Parkinson, MS etc.
  •     zentrale Lähmung
  •     Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen
  •     Verletzung der eigenen Körperwahrnehmung
  •     verzögerte psychomotorische Entwicklung


Als Hauptziel versucht das Konzept, die alltäglichen Situationen für den Betroffenen zu erleichtern beziehungsweise zu verbessern. Die Bobath-Therapie bedeutet also eine Hilfe zur Selbsthilfe, um somit die erlernten Bewegungen wieder in den Tagesablauf zu integrieren.

Wasserbewegungstherapie | Viele Möglichkeiten – ein Ziel

Krankengymnastik, Rehasport oder Aqua-Fitness: die Therapie-Möglichkeiten im (Sole)Wasser können auf vielfältige Weise und in jedem Alter eingesetzt werden und bieten viele Vorteile!

  • Gut für die Gelenke: Durch die annähernde Schwerelosigkeit im Wasser werden Gelenke, Bandscheiben und Bänder entlastet. Gezielte Übungen bedeuten mehr Mobilität, eine bessere Versorgung (Trophik) mit Nährstoffen und Stabilität.
  • Fat-Burner: Die Wassertherapie steigert den Stoffwechsel immens und unterstützt somit den Kalorienverbrach während des Trainings, denn durch den Wasserwiderstand werden sämtliche Muskelgruppen aktiviert.
  • Massage: Durch den Wasserdruck wird das Gewebe während der Übungen stetig massiert. Die verbesserte Durchblutung setzt die Lymphaktivität in Gang und schwemmt somit unnötige Gewebsflüssigkeit aus dem Körper.
  • Muskeltraining: Hanteln, Noodles und andere Geräte für die Wassertherapie trainieren nicht nur die Koordination, sie erhöhen auch die Anforderungen an die Muskulatur.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird in Schwung gebracht und die Ausdauer verbessert. Die Atemmuskulatur wird angeregt und verhilft zu einer vertieften Ein- und Ausatmung.
  • Der Spaß spielt beim Aqua-Fitness eine nicht unwesentliche Rolle, denn die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Die Aqua-Fitness-Präventionskurse der Spessart Therme sind zertifiziert und werden daher von den Krankenkassen gefördert. Die Bewegungstherapie im Wasser ist eine verordnungsfähige Leistung der Krankenkassen und kann im Rahmen von Rehasport und Funktionstraining oder einem Rezept vom Arzt verordnet werden. In unseren Becken sind unterschiedliche Sole-Konzentrationen enthalten, diese fördern zusätzlich den Gesundungsprozess! Regelmäßige Bewegungsübungen und Schwimmen in der warmen Natursole beugen Bandscheibenschäden und Gelenkverschleiß vor und besitzen einen hohen therapeutischen Wert.

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Lymphdrainage | Unerlässlich bei Ödemen und Einlagerungen

Die Lymphdrainage ist eine manuelle Entstauungstherapie und wird vorwiegend bei Stauungen der Gewebsflüssigkeit (Lymphödem) eingesetzt. Um sogenannte Lymph-Lip- oder Phlebödeme zu behandeln, wird auch die „Komplexe Physikalische Entstauungstherapie“ (KPE) eingesetzt. Zusätzlich zur Lymphdrainage werden hierbei unter Kompression mittels Verbänden entsprechende Bewegungsübungen durchgeführt. Ergänzt wird die Behandlung durch eine spezielle Hautpflege.
Primäre Lymphödeme beruhen auf einem angeborenen Defekt des Lymphsystems. Sekundäre Lymphödeme sind Folgeerkrankungen („sekundär“ aus dem Lateinischen von Zweit-), deren Ursachen sich aus einer anderen Erkrankung oder beispielsweise nach einer Operation oder einer Krebstherapie ergeben.
Erst nach einer vierwöchigen Fortbildung besitzt der Therapeut die notwendige Technik, um mit speziellen Griffen die Lymphgefäße zu stimulieren und die „lymphpflichtige Last“ im Gewebe abzutransportieren. Dabei arbeitet er immer Richtung Schlüsselpositionen wie Achseln und Leiste, denn hier sitzen die meisten Lymphknoten, die besonders angeregt werden sollen.

Wann führt man eine Lymphdrainage durch?

  •  Chronische Lymphödeme
  •  Chronisch venöse Insuffizienz (Krampfadern)
  •  Phlebo-Lymphödem kombiniert mit Wasseransammlungen
  •  Lip-Lymphödem kombiniert mit Fettansammlungen
  •  Schwellungen nach Operationen
  •  Morbus Sudeck
  •  Rheumatische Erkrankungen
  •  Schlaganfall mit Halbseitenlähmung/-schwellung
  •  Kopfschmerzen


Wann ist eine Lymphdrainage nicht ratsam?

  •  Bei starker Herzschwäche Grad 3 und 4
  •  Hautveränderungen, wie beispielsweise Wundrose (Erysipel)
  •  Akute Entzündungen
  •  Akuter tiefer Beinvenenthrombose

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