Alles-auf-einmal-Frühjahrsputz

Thermalsole-Badelandschaft

Die jährlichen Revisionen des Sole-Intensivbeckens („Rheuma-Tempel“) und der beiden großen Innenbecken, die für Juni 2020 geplant waren, wurden vorgezogen. Die starke Bad Sodener Natursole ist ein Segen für die Gesundheit, stellt jedoch Technik und Material auf eine harte Probe. Denn die Sole ist sehr salz- und eisenhaltig. Eben dieses Eisen fällt aus, wenn es im Becken mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Die Folge: Die Fliesen färben sich rostbraun. Die nicht gesundheitsschädlichen Ablagerungen sind v. a. im mit 100% der Natur-Sole gefüllten Sole-Intensivbecken deutlich sichtbar.

Bei den jährlichen Revisionsarbeiten werden etwa 800 m³ Sole-Wasser-Gemisch abgelassen und neu befüllt werden.

Fast 2.000 m² Fliesenfläche rund um die Becken, im Sanitär- und Umkleidebereich sowie auf der Empore sind mit ca. 650 Liter Spezialreinigern, Hochdruck, Schrubbern und viel Muskelkraft gereinigt worden; alle Rinnroste wurden ausgebaut und wassergestrahlt; jede einzelne Lamelle der Decke unter der Empore ist mit Staubsauger und Lappen von Hand gereinigt worden; defekte Fliesen am Beckenüberlauf konnten ebenso wie einige Fliesensockel an den Stahlsäulen und Fugen erneuert beziehungsweise saniert werden. Denn die täglichen Reinigungsarbeiten und die solehaltige Luft beanspruchen  alle Materialien im Thermalsole-Bad stark, besonders die Fliesen und Fugen. Auch die Unterwasserbeleuchtung wurde intensiv gewartet.

Eine wahre Herausforderung war der Poseidontempel. Dort wurden in mühsamer Kleinstarbeit über 200  Mosaikfliesen herausgelöst und neu eingesetzt. Hierfür musste die Verklebung jedes einzelnen Mosaiksteinchens mit einem Heißluftföhn aufgeweicht und herausgekratzt werden, um anschließend neu eingesetzt werden zu können – eine viertägige Geduldsprobe für den gelernten Fliesenleger Bernd Reusch.

4 Sterne-Saunawelt

Das handwerkliche Geschick des Bad-Sauna-Teams, unter denen sich gelernte Fliesenleger, Dreher, Schlosser, Metallbauer, Maler und Lackierer, Hoch-Tiefbauer sowie ein Zimmermann befinden, kommen der Spessart Therme derzeit voll zugute. Besonders stolz sind sie auf ihre fachgerechten Pflasterarbeiten, die instandgesetzten Fugen und Fliesen sowie das neue, überdachte Lager hinter der Event-Sauna – ein lang gehegter Wunsch.

Nachdem alle sechs Saunen grundgereinigt sowie die Sauna-Innenbänke zerlegt und instand gesetzt wurden, ist das Team Arbeiten angegangen, die auf der „Wozu-immer-die-Zeit-fehlt“-Liste stand: So wurden alle Öfen ausgebaut, poliert und mit neuen Heizstäben versehen. Der Holzzaun zum Kurpark hat mit etwa 100 Litern Lasur einen neuen Anstrich erhalten, ca. 350 m² Pflastersteine wurden abgestrahlt und die Pflasterung im Duschrondell neu verfugt. Zusammen mit den Hauselektrikern wird derzeit die Außenbeleuchtung an den Blockhaus-Saunen neu konzipiert – wir freuen uns auf die erste Sauna-Spätschicht.

Mit der Wiedereröffnung wird es in der Sauna keine Wertschließfächer mehr geben. Diese werden ausschließlich im Eingangsbereich zu den Umkleidekabinen zu finden sein. Ziel ist es, die Mitnahme von Handys in die Sauna zu unterbinden. Da mit der Umstellung auf das Chip-Coin-Kassensystem kein Bargeld mehr im Sauna-Bistro benötigt wird, ist die Mitnahme der Geldbörse in die Sauna unnötig.